
Ulrich Schacht
im Gespräch mit Reiner Kunze
Ulrich Schacht (*1951 in Stollberg/Erzgb.) wuchs in Wismar
auf, wo er eine Bäckerlehre absolvierte. Dann folgte ein Pflegepraktikum in
psychiatrischen Anstalten der ev. Kirche in Fürstenwalde, Lobethal, schließlich
ein Studium der Religionspädagogik in Schwerin und ein Studium der ev.
Theologie in Rostock und Erfurt. 1973 wurde er wegen „staatsfeindlicher Hetze“
verhaftet und in Schwerin in MfS-Haft überführt, wo auch der Prozeß und die
Verurteilung zu 7 Jahren Freiheitsentzug stattfand. Von 1974 – 1976 war Ulrich
Schacht in der Strafvollzugsanstalt Brandenburg-Görden und im Oktober/November
1976 in der MfS-Haftanstalt Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), wo er am 17. November
in die Bundesrepublik Deutschland entlassen wurde. Bis 1998 wohnte er in
Hamburg, wo er Politikwissenschaften und Philosophie studierte und später
Feuilleton-Redakteur, Leitender Redakteur und Chefreporter Kulturpolitik wurde.
Seit 1998 lebt Ulrich Schacht als freischaffender Autor und Publizist in
Schweden.
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