
JOHANNES
WALLMANN
H. Johannes Wallmann (*1952): Schon als Weimarer Kompositionsstudent schrieb
Wallmann „Drei Lieder nach Texten von Reiner Kunze“ und wurde kurz darauf von
der Hochschule exmatrikuliert; sein später erworbenes Diplom enthielt man ihm
(wie auch z.B. Wolf Biermann und Jürgen Fuchs) vor. Trotz vieler weiterer Schikanen
ließ er sich nicht beirren und entwickelte sein künstlerisches Gesamtkonzept
INTEGRAL-ART. Nach massiven Zersetzungsmaßnahmen durch das MfS verschlechterte
sich seine Arbeitssituation extrem und so stellte er 1986 einen kulturpolitisch
begründeten Ausreiseantrag. 1988 in die Bundesrepublik übergesiedelt, konnte er
viele seiner künstlerischen Ideen und Visionen realisieren. Tausende Menschen
hörten seine Raum- und Landschaftsklang-Kompositionen; zahlreiche
Rundfunkanstalten übertrugen sie live bzw. produzierten Sendungen. 2006
erfolgte die Veröffentlichung seines Buches „INTEGRALE MODERNE – Vision und
Philosophie der Zukunft“ im Pfau-Verlag.
Von seinen
Werken entstanden zahlreiche Rundfunkaufnahmen. Einige seiner Werke, wie zum
Beispiel das Glocken Requiem Dresden - Komposition für 129 vernetzte Dresdner
Kirchenglocken (Uraufführung am 12. Februar 1995 in Dresden), Klang Felsen Helgoland -
Landschaftsklang-Komposition (Uraufführung am 31. August 1996 an 850 Metern der
Steilküste von Helgoland) oder Innenklang
(Uraufführung am 7. Juni 1997 im
Berliner Dom)
wurden im Rundfunk live übertragen.
Johannes Wallmann übernahm Lehraufträge im Fachbereich Architektur an verschiedenen Hochschulen zu Themen wie Akustische
Ökologie und Die Stadt als Klangraum. Für seine Werke erhielt er zahlreiche
Preise und Einladungen.
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