
andrás keller
András
Keller begann im Alter von sieben Jahren Geigenunterricht zu nehmen und bereits
mit zwölf Jahren gewann er den 2. Preis des internationalen Wettbewerbs für
Junge Geiger in Usti und Orlici. 1974 wurde er in die Klasse der jungen Talente
an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest aufgenommen. Seine Lehrer waren Denes Kovacs,
György Kurtág und Ferenc Rados. Von 1983 bis 1986 war er Konzertmeister des
Ungarischen Symphonie-Staatsorchesters sowie gleichzeitig (bis 1991)
Konzertmeister des Budapester Festival Orchesters. 1987 gründete er gemeinsam
mit drei Kollegen von der Franz-Liszt-Akademie das Keller Quartett. Neben der
Quartettarbeit ist er aber auch als vielseitiger Solist und Kammermusiker in
verschiedenen Formationen tätig. Als Solist spielte András Keller mit den
größten Orchestern Ungarns sowie – um nur einige zu nennen – mit dem Sapporo
Symphonie-Orchester, dem Norwegischen Kammerorchester und dem Orchestra d’Archi
Italiana. Solo- und Sonatenabende führten ihn durch ganz Europa und Japan. Auch
im Rahmen vieler renommierter Festivals ist er aufgetreten. Etliche Werke
ungarischer Komponisten wie Kurtág, Jeney, Vidovszky, Orbdan und Sarg wurden
durch András Keller uraufgeführt, viele Stücke hiervon auch auf Schallplatte
aufgenommen.
András Keller spielte nach einer intensiven
Arbeitsphase mit György Kurtág den Geigenpart bei der Uraufführung 1987 der für
ihn komponierten Kafka-Fragmente.
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