
ensemble resonanz
Ensemble Resonanz – der Name
ist Programm. Während in der Musikszene lange die
Spezialisten-Ensembles das Feld beherrschten, setzen die 14 Streichern auf den
Widerhall zwischen den Epochen und Stilen: Purcell und Xenakis; Webern und Bach; Michael Gordon und
Vivaldi.
In ihren
Programmen mischen die Resonanzler
Barockes und Modernes, Klassik und Minimal Music. Sie schlagen Brücken über die
Jahrhunderte.
Dies kann mit
einem echten Erkenntnisanspruch verbunden
sein, wie bei ihrem Debüt-Programm in Hamburg: Damals kombinierten sie Anton Weberns B-A-C-H-gesättigtes
Streichquartett op. 28 mit Bachs altmeisterlichen
Goldberg-Variationen. Es kann aber auch spielerischdaherkommen, wie am 23. März 2004, als das Ensemble einen Abend rund
um die Zahl 23 gestaltete: von
Richard Strauss’ Metamorphosen für 23 Solostreicherbis zu John Cages 23 Minuten dauerndem „numberpiece“ mit dem Titel TWENTYTHREE.
Stammsitz des 1995
gegründeten Ensembles ist seit 2002 die Laeiszhalle.
Dort sind die
Resonanzler Ensemble-in-Residence und veranstalten ihre eigene Konzertreihe,
die „Resonanzen“. Doch die selbst verwaltete Musiker-GmbH bringt auch Musik an
ungewöhnliche Orte: So bespielte das Ensemble schon den Kaispeicher A mit Musik
vom Mittelalter bis heute, als es dort noch nach Hafen und Kakaosäcken roch. –
Und sobald die neue Elbphilharmonie über dem alten Kaispeicher eingeweiht ist,
werden die Resonanzler dort Ensemble-in-Residence sein.
Als André
Hellers Fußball-Globus auf dem Rathausmarkt Station machte, erklang in seinem
Inneren Musik mit dem Ensemble Resonanz. Und wenn auf Kampnagel die Entstaubung
klischeebeladener Opernklassikern wie Webers „Freischütz“ oder Mozarts „Don
Giovanni“ ansteht, sind auch hier die Resonanzler das Orchester der Wahl. (Dr.
Ilja Stephan)
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