03.12.2011 - 18:30 Uhr Filmvorführung "Das Haus ist schwarz"
Ein Dokumentarfilm über
eine iranische Leprakolonie. Regie: Forugh Farrochsad (1962)
„Es herrscht kein Mangel
an Hässlichkeit in der Welt. Würde man davor die Augen verschließen, gäbe es
noch mehr.“
Forugh Farrochsad (1935–1967) gilt weithin als die bedeutendste
persische Dichterin. Sie begründete in den sechziger Jahren die "moderne
Poesie" von den Rechten der Frauen, von Liebe und Freiheit. Ihr
einziger Film Das Haus ist schwarz
bzw. Khāneh siāh ast ist das
unvergleichliche Dokument eines Aufenthalts in einer iranischen Lepra-Kolonie.
Diese zwanzigminütige Dokumentation gibt einen Einblick in das traurige und
bittere Los, das die von Lepra befallenen und im Müßigkeit dahinsiechenden Bewohner
führen. Während der 12 Drehtage lernte Farrochsad ihren späteren Adoptivsohn
Hossein Mansouri kennen, der heute in München lebt und heute zu Gast bei den
Klangwerktagen ist.
Podiumsgespräch mit Hossein Mansouri und Nader Mashayekhi
„We have to imagine the world like a brain,
East and West are the two brain hemispheres. It is our responsibility to make
them properly work together.“
John Cage
Die
Stellung der Kunst und Kultur im Iran, Spannung und Unterschied von
orientalischer und westlicher Kunst, ihre mögliche Synthese. Über diese und
ähnliche Themen werden sich der
Adoptivsohn der Dichterin Forugh Farrochsad Hossein Mansouri und der Komponist
Nader Mashayekhi austauschen. Alle beide stammen aus dem Iran, leben aber
seit vielen Jahren in Deutschland.
Ort: k6
Eintritt frei
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